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KOSTENÜBERNAHME

Die folgenden Angaben beziehen sich ausschließlich auf die Finanzierung regulärer Psychotherapien und nicht auf die Finanzierung von Einzelkonsultationen, Coachings, Paar- und Gruppentherapien. Letztere Angebote müssen in der Regel selbst bezahlt werden. Zudem weise ich darauf hin, dass die folgenden Angaben lediglich bisher gängige Erfahrungswerte widerspiegeln, für die keine rechtliche Gewähr übernommen werden kann.

In einer Privatpraxis darf ich mit allen privaten Krankenkassen, der Beihilfe und den Berufsgenossenschaften abrechnen. Darüber hinaus steht es Ihnen natürlich immer auch frei, als Klient die Kosten einer Psychotherapie selbst zu tragen. Wenn Sie gesetzlich versichert sind, kann es sich lohnen, die Informationen am Ende dieser Seite zu lesen.

Bei den Regelungen im Einzelfall unterstütze ich Sie gerne.

 

Private Krankenversicherung ✓

Private Krankenversicherungen übernehmen in der Regel die Kosten für eine Psychotherapie, und die Erstattung der Kosten erfolgt meist problemlos. Jedoch handhaben dies die verschiedenen Versicherungen im Detail unterschiedlich. Ihre genauen Bedingungen können Sie Ihrem Versicherungsvertrag entnehmen oder direkt bei Ihrer Versicherung erfragen.

Bitte klären Sie Ihre individuellen Vertragsmodalitäten mir Ihrer Versicherung vor Therapiebeginn ab.
Bei Fragen hierzu bin ich Ihnen gerne behilflich.

Grundlage der Abrechnung der Leistungen für Privatversicherte ist die Gebührenordnung für Psychologische Psychotherapeuten (GOP).

 

Beihilfe ✓

In der Regel übernehmen die Beihilfestellen die Kosten einer Psychotherapie nach ordnungsgemäßer Antragsstellung. Informieren Sie sich bitte frühzeitig bei Ihrer Beihilfestelle über die individuellen Bedingungen der Kostenübernahme. Die entsprechenden Unterlagen erhalten Sie bei Ihrer Beihilfestelle.

 

Berufsgenossenschaften ✓

Berufsgenossenschaften erstatten ebenfalls in der Regel die Kosten für eine Psychotherapie, wenn diese aus arbeitsbedingten Gegebenheiten notwendig wird. In einem solchen Fall setzen Sie sich bitte zeitig mit Ihrer Berufsgenossenschaft in Verbindung und veranlassen die Zustellung der entsprechenden Antragsformulare.

 

Selbstzahler ✓

Es besteht selbstverständlich immer die Möglichkeit, eine Therapie selbst zu bezahlen. In diesem Fall besteht ein Behandlungsvertrag zwischen Ihnen und mir und alle weitere Formalitäten entfallen. Die Höhe des Honorars orientiert sich an der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP).

 

Gesetzliche Krankenversicherung ✘!

Vorbemerkung:
Gerne würde ich Ihnen als gesetzlich Versichertem/er eine ebenso einfache Lösung anbieten wie in den oben aufgeführten Fällen. Leider wird der Zugang gesetzlich Versicherter zu Privatpraxen in letzter Zeit zunehmend erschwert, was ich ausdrücklich sehr bedaure.

Gesetzliche Krankenversicherungen übernehmen in der Regel nur die Kosten einer Psychotherapie bei einem Therapeuten mit Kassenzulassung, jedoch nicht in einer Privatpraxis.

Aufgrund der dramatischen Versorgungsengpässe bei Kassentherapeuten, die in der Vergangenheit zu unzumutbar langen Wartezeiten für gesetzlich Versicherte geführt haben, wurde zum 1. 4. 2017 eine neue Psychotherapierichtlinie in Kraft gesetzt. Im Rahmen dieser neuen Richtlinie wurden telefonische Erreichbarkeit, Praxissprechstunden, sowie Akuttherapien neu ins Spektrum der vertragspsychotherapeutischen Versorgung aufgenommen. Es ist vorgesehen, dass gesetzlich Versicherte von diesem Angebot Gebrauch machen und sich hierzu an einen Kassentherapeuten in ihrer Nähe wenden. Die in Frage kommenden Kassentherapeuten finden Sie auf der Suchseite der kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, indem Sie Ihre Postleitzahl eingeben und unter Tätigkeit/Fachgebiete den Begriff „Psychologische Psychotherapie“ auswählen.

Es ist jedoch kaum zu erwarten, dass die neue Psychotherapierichtlinie zur Entspannung der Versorgungslage bei gesetzlich Versicherten führen wird. Dies liegt daran, dass die zuvor bereits ausgelasteten Kassentherapeuten zusätzlich noch die oben erwähnten Leistungen der neuen Richtlinie erbringen müssen, d.h. dass das Angebot zwar auf dem Papier erweitert wurde, ohne jedoch die begrenzten Therapiekapazitäten wesentlich aufzustocken. Die neue Richtlinie enthält deswegen auch die Möglichkeit, dass Sie über ein Call-Center (Termin-Servicestelle) vermittelt werden und nicht notwendigerweise den Therapeuten Ihrer Wahl bekommen, oder dass Sie bei Terminknappheit an ein Krankenhaus verwiesen werden. Ein Ablaufdiagramm mit der Telefonnummer der Termin-Servicestelle finden Sie auf den Seiten der kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Für den Fall, dass Sie sich selbst einen genaueren Einblick in die gegenwärtigen Regelungen verschaffen wollen, verlinke ich an dieser Stelle auch die Praxis-Info der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) zur neuen Psychotherapierichtlinie.

Wegen der unzumutbar langen Wartezeiten und der stark eingeschränkten Wahlfreiheit haben in der Vergangenheit viele gesetzlich Versicherte eine Behandlung in einer Privatpraxis beantragt und auch bewilligt bekommen. Eine zügige Behandlung von gesetzlich Versicherten war vor dem 1. 4. 2017 zu identischen Kosten und Konditionen über das sogenannte Kostenerstattungsverfahren auch in Privatpraxen möglich. Auf diese Weise konnten Kassenpatienten in dringenden Fällen schnell und relativ unkompliziert die benötigte Hilfe in Anspruch nehmen. Bedauerlicherweise werden Anträge auf Kostenerstattung von den gesetzlichen Kassen nun unter Berufung auf die neue Psychotherapierichtlinie fast durchgehend abgelehnt. Zutreffende Beschreibungen der daraus resultierenden Versorgungssituation finden Sie in einem SPIEGEL-Artikel vom 11.2.2018 und in einem SPIEGEL-Artikel vom 11.4.2018. Zu der nach dem 1. 4. 2017 zumindest im Grundsatz weiterhin bestehenden Möglichkeit der Kostenerstattung verlinke ich an dieser Stelle eine Pressemitteilung der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), sowie auch eine BPtK-Patienten-Info. Konkrete Tipps und Hinweise zur Durchsetzung von Kostenerstattungsanträgen finden Sie auf den Seiten von Kassenwatch.de. Insgesamt lässt die Lektüre der vorangehenden Links jedoch deutlich erkennen, dass der Weg der Kostenerstattung zum gegenwärtigen Zeitpunkt mühsam und nicht unbedingt erfolgversprechend ist. Solange kaum neue und positive Erfahrungswerte zum Kostenerstattungsverfahren vorliegen, erscheint somit als verlässliche Alternative zum langen Warten auf einen regulären Therapieplatz für gesetzlich Versicherte bedauerlicherweise nur der Weg des Selbstzahlers, der von einem Teil meiner Klienten ohnehin schon lange gewählt wird.

Der Besuch einer Privatpraxis als Selbstzahler bietet Ihnen wesentliche Vorteile, die ich im Folgenden kurz zusammenfasse: